Toiletten
Die meisten großen öffentlichen Gebäude (Kaufhäuser, Cafés wie Starbucks, Bibliotheken, Museen) haben mindestens eine unisex Behinderten- + Familienkabine — nutzbar. U-Bahn-Toiletten bleiben streng nach Geschlecht getrennt. Plane rund um die freundlicheren.
Krankenversicherung
Transitionsbezogene Versorgung ist in Korea 비급여 (nicht erstattungsfähig): Die Nationale Krankenversicherung (NHI) zahlt weder die psychiatrische Begutachtung noch HRT oder Operationen — auch angemeldete Einwohner:innen zahlen alles selbst. Die Anmeldung bleibt für alles Übrige (Krankheit, Verletzung, andere Fachbereiche) wichtig. Selbst als Selbstzahler:in liegen die koreanischen Preise bei rund einem Drittel der US-Privatmedizin: HRT-Blutwerte ~₩60.000–100.000, monatliche Medikamente ~₩30.000–80.000, das erste psychiatrische Gutachten ~₩300.000 in einer Privatpraxis bzw. ~₩400.000–500.000 in einer Universitätsklinik. Nicht erstattungsfähige Preise setzt jede Klinik selbst — vorher erfragen.
Pronomen + Koreanisch
Die koreanische Grammatik ist weitgehend geschlechtsneutral. Die Pronomen 그/그녀 sind meist Übersetzungskonventionen; im Alltag verwendet man Name + Anrede (z. B. 이름씨 / Name-ssi). In vielen sozialen Kontexten einfacher als Englisch.
Dokumente
Für die HRT-Kontinuität mitbringen: frühere Laborwerte (3+ Monate), Rezeptflaschen, ein ins Koreanische übersetztes Schreiben deiner Hausärztin/deines Hausarztes (beglaubigte Übersetzung ca. ₩30.000). Ohne diese wirst du eventuell zur erneuten Beurteilung gebeten.
Stimme
Stimmtraining wird privat bezahlt, nicht von der NHI. Koreanische Spezialist:innen für Stimmfeminisierung verlangen ₩100.000–250.000/Sitzung. Die Community empfiehlt die Yonsei-Stimmklinik + einige private Logopäd:innen in Gangnam.