Das Gelände des Dongdaemun Design Plaza (DDP) war in der Joseon-Zeit das Ostende der Stadtmauer von Seoul. Das Gelände war schwer zu verteidigen, deshalb konzentrierten sich hier Befestigungs- und Militäranlagen. Hier standen die Ausbildungsstätte, in der Soldaten ausgewählt und gedrillt wurden, und eine Kaserne für die Truppen des Militärausbildungskommandos. An der tiefen Stelle, wo das Wasser aus der Stadt abfloss, baute man zwei Wassertore: das Ogansumun und das Igansumun.
In der Neuzeit wurde die Kaserne aufgelöst, und mit der Auflösung der Armee 1907 schloss auch die Ausbildungsstätte. Auf dem Gelände entstanden ein Park und das Gyeongseong-Stadion, und das Igansumun-Wassertor verschwand von der Oberfläche. Das im Oktober 1925 eröffnete Gyeongseong-Stadion war das erste moderne Mehrzweckstadion Koreas, wurde aber im Rahmen der japanischen Kolonialpolitik gebaut.
Nach der Befreiung hieß es Seoul-Stadion, ab 1985 Dongdaemun-Stadion; 82 Jahre lang stand es an diesem Ort. Das Stadion, in dem unzählige Spiele und Veranstaltungen stattfanden, wurde 2007 abgerissen.
Bei Ausgrabungen von 2008 bis 2009 kamen Abschnitte der Stadtmauer von Seoul, eine vorspringende Bastion und das Igansumun-Wassertor zum Vorschein, die man für verloren gehalten hatte. Das Igansumun-Wassertor wurde 3,7 m unter der Erde gefunden, auf dem Gelände des früheren Fußballplatzes.
Im April 2009 begann der Bau des DDP. Entworfen von Zaha Hadid Architects und Samoo Architects & Engineers, wurde es im November 2013 fertiggestellt und am 21. März 2014 eröffnet. Heute betreibt es die Seoul Design Foundation.